Etwas Einmaleins zur Optimierung von Raketen im Zeitalter der Wiederverwendbarkeit

Früher musste ein Satellitenbetreiber eine Drittstufe auf eigene Kosten mitliefern, wenn der Raketenlieferant die Nutzlast nur bis in einen niederen Erdorbit transportieren konnte. Wenn der Satellit aber bereits auf den halben Weg in den Transferorbit bis zum geostationären Orbit geschossen werden konnte, dann genügte ein kleinere Oberstufe, um sich in 36’000 km Höhe einzubremsen. Inzwischen kann eine Falcon 9 dank ihrer Überkapazität alles in einem Zug fliegen! Beim letzten Einsatz einer ihrer Erststufen, wenn man diese gar nicht mehr bergen will, lassen sich auch noch die Landebeine und Bremstreibstoff einsparen, so dass der Booster einen noch grösseren Teil der Arbeit übernehmen kann! Die ebenso zuverlässige Zweitstufe besorgt dann den weiteren Transport bis in den Ziel-Orbit und verbilligt den Transport dank ebenfalls gesunkenen Versicherungskosten weiter. Immer mehr Konkurrenten im aller Welt müssen sich überlegen, wie sie selber wiederverwendbare Raketen bauen könnten, aber das kann 10-30 Jahre dauern und aus Kostengründen die bereits unmögliche Situation verschärfen.

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