Wie viel Irrtum braucht der Mensch?

Der dritte Streich nach 18 Jahren. Gleiche Ausstattung, aber (2. Aufl.) 248 Seiten, gebunden, mit einem Vorwort von ex. Ständerat Andreas Iten und einem weiteren der Schriftstellerin Margrit Schriber. Balsam auf die Seele von Verzweifelten, welche der unlautere Zeitgeist auch schon zu Zynikern gemacht hat.
Bei Tolstoi hiess es leicht anders: „Wie viel Erde braucht der Mensch“. Er kam zum Schluss, dass der Grundstücksbedarf des Menschen letztlich vom Friedhofsgärtner bestimmt wird. Nicht immer muss man aber die Bedürfnisse so weit senken, denn andere Güter sind auf diesem Planeten weit weniger beschränkt als der Boden. Zum Beispiel Irrtümer aller Gattung, deren Verfügbarkeit weniger wachstumshemmenden Gesetzen gehorcht. Ähnlich einer Gesetzesflut entwickelt sie vielmehr eine Eigendynamik. Die meisten Menschen, ausser vielleicht besonders „illusionslose“, sammeln Irrtümer, um sich ihr Leben per Selbstbetrug behaglicher zu gestalten. Ähnlich den Leuten, deren Kleiderschränke voll von Hunderten oder Tausenden von Stücken sind, damit sie die Umwelt bei keiner Temperatur mehr zur Kenntnis nehmen müssen und mit passenden Kleidern bei jeder Begegnung etwas darstellen können. Im Gegensatz zum nimmersatten Grossgrundbesitzer von Tolstoi stossen sie jedoch manchmal schon zu Lebzeiten an Grenzen, wenn auch ganz andere, eher logische anstatt materielle. Man könnte jene „Nebenwirkungen der Widersprüche“ nennen. Mit Irrtümern lassen sich zum Beispiel nur ganz selten Prüfungen bestehen, und in gewissen Situationen ist es besonders gefährlich, wenn man sich ihrer nicht schnell genug und unerkannt entledigen kann. Ähnlich wie bei gewissen Schleiern aus Kunststoff, welche im unerwartetsten Moment blitzschnell in Brand geraten und das Opfer lebenslang zeichnen können.

Preis: 32 sFr, 20 Euro.
ISBN 3-908572-36-3

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DRS1-Radiosendung “Treffpunkt” vom 13. Dezember 2006, welche den Bestseller erst definitiv auslöste.

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Video Einführung zum Buch (640 x 480 Pixel, 17.6 MB, downloadbar)