Historisches zur Astrosoftware

Die Wurzeln der Astrosoftware reichen bis in die Mitte der Sechzigerjahre zurück, als Bruno Stanek die ersten Computer an der ETH und in der Basler chemischen Industrie zur Verfügung standen. Astro-Trickfilme bekam die Öffentlichkeit anlässlich seiner Fernsehsendungen zu den Mondflügen ab 1968 und bis 1976 in seiner TV-Sendereihe “Neues aus dem Weltraum” – im Rahmen der damaligen Möglichkeiten – zu sehen. Hinter den Kulissen bekam die Software eine immer grössere Bedeutung bei Stanek’s Sachbüchern zu Astronomie und Raumfahrt. Eine  eigentliche Renaissance erlebte diese Tätigkeit ab 1993, als sich multimediale Möglichkeiten abzuzeichnen begannen: Bild, Ton, Text und Computeranimation in Echtzeit gerechnet. Von Ende 1994 an wurden die nun computerunterstützten  Weltraumvorträge gleichberechtigt durch Dias und LCD-Projektionen illustriert. 1995 erschien die erste CD-Ausgabe  Planetenlexikon (nach mehreren Hallwag-Buchauflagen seit 1979) bei Acadia, und 1997 folgte auch die logische Begleit-CD, das Raumfahrtlexikon, nunmehr im eigenen Verlag, der Astrosoftware Dr. Stanek. Ab dieser Zeit genügten Bild, Ton und Animation ausnahmslos ab Computer zur Illustration von Stanek’s Weltraumvorträgen. 1998 lag auch das neue Planetenlexikon in der 32-Bit-Ausstattung und im eigenen Verlag als CD vor. Ab 2002 wurden beide Lexika nur noch auf DVD herausgegeben. Viele Weltrauminteressierte pflegen nach bald vier Jahrzehnten Weltraumberichterstattung  ihr Hobby auch durch persönliche Kontakte mit dem Autor, sei es mit den diversen Publikationen, an Vorträgen oder direkt über E-Mail.

Bild: Schon im Juli 1973 stand Bruno Stanek das ganz neue Computer-Grafiksystem «Digigraphics» am Rechenzentrum der ETH in Zürch für Simulationen zur Verfügung. Hier nutzte er es bereits für interaktive Simulationen in einer Wissenschafts-Sendung des Schweizer Fernsehens. Dabei wurde auch das Sonnensystem (Bild unten), der Komet Kohoutek und ein Kochherd zum Nachweis eines Stromspareffektes auf dem runden Bildschirm mit 2048 Pixeln Durchmesser sichtbar gemacht. Man konnte die 16mm-Mikrofilmanlage sogar zur Herstellung von längeren Einspiel-Trickfilmen «zweckentfremden», was die täglich ohnehin entwickelten 50m-Filmrollen statt nur für ein paar Grafik-Frames der ETH-Forscher viel effizienter nutzte…

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