Bruno Stanek ist am 5. Mai 2026 verstorben – Die Schweiz verliert ihre bekannteste Stimme der Raumfahrt

Der Schweizer Weltraum-Experte Dr. Bruno Stanek ist verstorben. Über Jahrzehnte prägte er die öffentliche Wahrnehmung von Raumfahrt und Astronomie in der Schweiz wie kaum eine andere Persönlichkeit.

Bruno Stanek, geboren am 9. November 1943 in Rorschach am Bodensee, studierte an der ETH in Zürich Mathematik und wurde 1971 zum Doktor sc. math. promoviert. Bis 1970 war er Assistent am Institut für Angewandte Mathematik der ETH, Spezialgebiet Himmelsmechanik. Zwischen 1966 und 1972 wirkte er mit Unterbrüchen in der technisch-wissenschaftlichen Programmierung für die Chemische Industrie in Basel, CIBA, Sandoz und kurz bei Swissair.

Danach war Bruno Stanek als Mathematiker, Softwareautor, Schriftsteller und Verleger freiberuflich tätig, nur unterbrochen von 1976 bis 1979 als Dozent an der Ingenieurschule Brugg für Mathematik, Physik und Datenverarbeitung.

Bruno Stanek im Schweizer Fernsehstudio während Apollo 14 – 1971.

Bruno Stanek wurde einem weiteren Publikum vor allem bekannt durch seine Kommentare in Live-Sendungen des Schweizer Fernsehens bei Ereignissen in der Raumfahrt: von den Apollo-Mondflügen 1968 bis zu den Shuttle-Missionen. Eine Besonderheit war als er alle Apollo 13 Astronauten nach der Rückkehr von ihrer riskanten Mission im Schweizer Bundeshaus-Studio als Gäste in seiner Sendung hatte. Er schuf 1975/76 eine eigene, 16-teilige Fernsehserie mit dem Titel «Neues aus dem Weltraum». 2014 schrieber er: «Bis heute verstrich kein Jahr ohne kleinere oder grössere TV-Beiträge auf irgendeinem Sender. Ein gelegentlich bei Vorträgen gezeigter 20-Minuten-Videoquerschnitt dieser inzwischen 46 Fernsehjahre konnte nur etwa einen Tausendstel dieser Tätigkeit dokumentieren!» Auf über 50 USA-Reisen seit 1965 erlebte er zwei Starts zu Mondflügen live, seither unzählige Raketen- und Shuttlestarts, darunter alle vier des Schweizer Astronauten Claude Nicollier – mitsamt der Landung, aus nächster Nähe. Er besuchte die meisten NASA-Zentren, oft zwecks Berichterstattung in den elektronischen Medien.

Er moderierte auch unzählige Events im Verkehrshaus Luzern mit eingeladenen Mercury, Gemini, Apollo und Space Shuttle Astronauten und Ingenieuren inklusive Wernher von Braun, dem Deutsch-Amerikanischen Raketenpionier.

Seit 1969 publizierte Stanek etwa ein Dutzend Bücher und unzählige Zeitungs- und Zeitschriftenartikel zu den Themenbereichen Raumfahrt, Astronomie, Weltraumkunst sowie – vor allem in der Pionierzeit – die Nutzung des Computers. Vier «nicht nur humoristische Sachbücher» ergänzten sein Schaffen. Das erste, «Sparer leben gefährlich» erschien bereits in sechs Auflagen seit 1987. Das dritte, «Wie viel Irrtum braucht der Mensch» wurde 2006 zum Bestseller. Legendär wurde die fast 60-jährige Vortragstätigkeit im In- und Ausland.

Von 1980 bis etwa 1996 investierte er viel Kraft in den Aufbau seiner «Ärztesoftware Dr. Stanek». Hunderttausende Zeilen Programmcode bildeten ein umfassendes Administrationssystem für kleine und mittlere Praxen in über zehn Schweizer Kantonen sowie die Notfall-Dienstplanung einiger Regionen.

Ab 1995 fand er den Weg wieder zurück zu seiner Haupttätigkeit und programmierte seine interaktiven Weltraumlexika von Grund auf. Damit brachte er den ständig aktualisierten Inhalt all seiner früheren Sachbücher über Astronomie und Raumfahrt bei seinem Planetenlexikon und dem Raumfahrtlexikon in elektronischer Form zu ungeahnter Blüte. Ein vervielfachter Text, ein enormes Bild- und Videoarchiv sowie Hunderte von astronomischen Trickfilmen und Simulationsprogrammen aus Eigenproduktion erschienen inzwischen in je vier CD- und zwei DVD-Auflagen unter dem Label «Astrosoftware Dr. B.L. Stanek». Seine letzte DVD «Flugjahre zum Mond» ergänzte die Lexika mit einer Vorschau auf die kommende Wiederaufnahme bemannter Mondlandungen. Seit 2009 trat er auch mit einem ersten abendfüllendem Film an die Öffentlichkeit: «Geheimnisse des Universums». Hier wurde der Zuschauer in 91 Minuten inhaltlich und gestalterisch auf aktuellste Weise in die Himmelskunde eingeführt und ein Leben lang neugierig gemacht. Für 2010 hatte er schon den zweiten Film (106 Minuten) bereit über «Flugjahre zum Mond» – eine auch musikalisch vertonte, aber technisch sehr in Einzelheiten gehende Produktion mit neu veröffentlichtem Material von Apollo bis zur geplanten Wiederaufnahme der Mondflüge.

Stanek setzte sich wiederholt für die Ausbildung ein, so hat er Ende der 1970er Jahre am Technikum Brugg Windisch Mathematik, Physik und Informatik unterrichtet, und war für viele Jahre auch Prüfungs-Experte bei der Maturitätskommission im Kanton Schwyz.

Bruno Stanek hielt über seine fast 60-jährige Karriere als Schweizer Raumfahrtexperte knapp 1300 Vorträge mit immer aktuellsten Informationen zum Stand der Weltraumflüge. Die Renaissance der Innovation bei Raumflügen dank den Errungenschaften von SpaceX füllten seine Vorträge bis in seine letzten Lebensjahre.

Sein grösster Stolz waren seine zwei Söhne und zuletzt insbesondere seine beiden Enkelinnen, die ihn öfters in seinem Haus in Arth besuchten, wo er von 1980 bis zu seinem Tod am 5. Mai 2026 mit seiner Frau Erika Stanek lebte. Er verstarb zuhause im Alter von 82 Jahren nach einem Jahr schwindender Gesundheit umgeben von seiner Familie.

Mit Bruno Stanek verliert die Schweiz einen bedeutenden Vermittler von Wissenschaft und einen prägenden Pionier der populären Astronomie.

Veröffentlicht unter Zum Weltgeschehen | 1 Kommentar

Tele vor 50 Jahren – Sendereihe Neues aus dem Weltraum mit Bruno Stanek und Assistentin Regula Schmid (Wirth)

Tele Bruno und Regula Seite 1

Die Weiterführung der Sendung 1976 machte meine vielbeachtete Sendereihe sogar 16-teilig!!

Veröffentlicht unter Zum Weltgeschehen | Kommentare deaktiviert für Tele vor 50 Jahren – Sendereihe Neues aus dem Weltraum mit Bruno Stanek und Assistentin Regula Schmid (Wirth)

Vortrag Nov 2025 findet nicht statt

Mein Vortrag vom 7. Nov. 2025 in Goldau muss ich leider aus gesundheitlichen Gründen absagen, trotz Hoffnungen bis heute.  Ich danke allen für Ihre Treue während über 50 Jahren.

Herzlichst,
Euer Bruno Stanek

Veröffentlicht unter Blog zum Tag, Vergangene öffentliche Vorträge ab 2011 | Kommentare deaktiviert für Vortrag Nov 2025 findet nicht statt

Antwort auf eine aktuelle Leserzuschrift

Esther, ich begreife Ihre Skepsis, aber ich musste auch erst weiterlesen: es sind keine Schallwellen, sondern elektromagnetische Wellen, also Radiowellen, Fernsehsignale, Röntgenstrahlen, ja sogar Infrarot-Wärmestrahlung – je nach Wellenlänge. Im Gegensatz zu Schallwellen brauchen sie kein Medium wie z.B. Luft, sondern pflanzen sich auch im Vakuum fort.

Seit gut 100 Jahren gibt es sie, vom Menschen erzeugt, und sie haben sich also mit Lichtgeschwindigkeit in alle Richtungen im Weltraum ausgebreitet, ob wir das geplant haben oder nicht, also schon über gut 100 Lichtjahre. Ängstliche sagen, so weit ins All hinaus hätten wir uns schon «verraten». In diesem Bereich gibt es nämlich bereits viele Sterne, um die auch Planeten kreisen mit angenehmer Temperatur, auf denen theoretisch auch Lebewesen wohnen können. Mit grosser Wahrscheinlichkeit besitzen sie aber keine Empfangsgeräte, mit denen sie die «Signale» entziffern könnten. Auch der Mensch hat dafür seit seiner Entstehung als Einzeller Jahrmilliarden gebraucht.

Umgekehrt haben Radioastronomen seit Jahrzehnten mit Radioteleskopen nach interessanten Signalen gesucht, die noch von viel weiter herkommen könnten, aber bis jetzt noch nichts Eindeutiges gefunden, das nicht von uns selber stammt. Ich persönlich halte es angesichts des riesigen Universums daher für möglich, dass wir die Einzigen sind.

Eine persönliche Bemerkung: Ich konnte mir, selbst 82jährig, nur deshalb die Zeit für eine Antwort nehmen, weil mir plötzlich die Idee kam, diesen Text auch auf meine Homepage zu setzen, damit dieser vielleicht auch noch anderen Leuten dient, und das hat mir ein Leben lang Spass gemacht.

Veröffentlicht unter Blog zum Tag, Zum Weltgeschehen | Kommentare deaktiviert für Antwort auf eine aktuelle Leserzuschrift

Goldauer Herbstvortrag am 7. November 2025

Auf Wunsch vieler langjähriger Besucher hat sich der Referent zur eigenen Überraschung doch noch in der Lage gefühlt, in seinem 82. Altersjahr den traditionellen Goldauer Weltraum-Herbstvortrag zu planen. Nach Absprache mit der Saalverwaltung Eichmatt in 6410 Goldau konnte sogar ein freier Freitagabend am 7. November gefunden werden, so dass alles gleich ablaufen kann wie schon seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts. Ich freue mich auf jeden Besucher, mit dem man die Erfolge von Elon Musk und seiner SpaceX gemeinsam teilen kann. Meistens ist mir jeder zweite Gast persönlich bekannt und ich lerne gerne neue Interessenten am Thema kennen! Auf kurze Distanz kann ich sogar mit meinem limitierten Gehör Fragen beantworten, und die Kommunikation über Bruno@Stanek.ch funktioniert bei Bedarf ebenfalls.

Der bewährte Ort im ungefähren Zentrum der Schweiz und die Zeit bleiben, wie bei den Referaten der letzten Jahre, gleich.
Zeit: Freitag, der 7. November 2025 um 20 Uhr, wie immer mit Saalöffnung ab 19 Uhr.
Ort: Pfarreizentrum Eichmatt in 6410 Goldau SZ, Rigistrasse ob dem Rigibahnhof. Parkplatz gleich davor oder gegenüber der Gotthardstrasse auf dem Parkplatz der Kirche. Wenige Minuten zu Fuss ob dem SBB-Bahnhof Arth-Goldau.
Mit 20-30 Minuten Pause ca. 21 Uhr für (Kräfte schonende 🙂 ) Kontakte und Getränkeservice mit ein paar offerierten Süssigkeiten.
Keine Anmeldung nötig, Saal gross genug, Abendkasse.

Zum Thema nur so viel: es geht um die Weiterentwicklung der mit Abstand weltweit grössten Rakete „StarShip“, die seit 2023 als 250 t schwere Zweitstufe „StarShip“ im Moment noch aus reiner Vorsicht den Orbit nicht ganz erreichen darf. Man will sicher sein, dass das Objekt in der Grössenordnung der Raumstation ISS bei jedem denkbaren Defekt nicht wie gelegentlich 20mal kleinere chinesische Satelliten unkontrolliert in die Erdatmosphäre eintritt…

In diesem Jahr soll sie auch einsetzbar werden zum Start der bald 10’000 Starlink-Satelliten, die das weltweite Kommunikationswesen revolutioniert haben.

Man erwartet, dass StarShip im Verlauf von 2025 nach Ankunft in der Erdumlaufbahn nochmals aufgetankt werden kann, was später auch Flüge zum Mond und zum Mars ermöglicht.

Das Plakat ist hier zunächst einmal in einer ev. erst vorläufigen Version zu sehen…

Veröffentlicht unter Vergangene öffentliche Vorträge ab 2011, Zur Raumfahrt | Kommentare deaktiviert für Goldauer Herbstvortrag am 7. November 2025

Vortrag vom 6. Februar 2025 beim Verein Aktives Alter Adligenswil

Nachmittagsvortrag als Senior unter Senioren ab 15:30. Ort: Zentrum Teufmatt Adligenswil LU.
Thema: Renaissance der Raumfahrt dank SpaceX nach 50 Jahren.

Vortrag Bruno Stanek_Einladung mit Anmeldung_2025

Rückschau: Der Anlass ist Geschichte und hat den vielen etwa gleichaltrigen Zuhörern gezeigt, dass der Stanek, wie in jungen Jahren, Klartext spricht und heute noch auch einmal deutlich wird. Über Jahrzehnte habe ich eben beobachtet, dass die Gäste meistens genau aus diesem Grund erschienen sind! Einige gar nicht zart besaitete, die mich kennen, haben sich am Schluss sogar dafür bedankt, während ich mich beim Veranstalter Franz Mazenauer für die Organisation im vollen Saal bedanken möchte. Es ist immer gut, wenn sich beide Seiten an einem solchen Anlass amüsieren können! Mir ist es sogar gelungen, die Sprechzeit von 90 Minuten einzuhalten, und trotzdem alles, was auf dem Bildschirm aus technischen Gründen unsichtbar bleiben musste, der Vollständigkeit halber akustisch nachzureichen…

Eigentlich sollte es der letzte Vortrag in meiner 55jährigen Karriere werden, aber zu meiner eigenen Überraschung weckte es Lust und Zuversicht zugleich, auch meinen seit 25 Jahren lückenlos stattfindenden Goldauer Herbstvortrag nochmals zu riskieren. Für einmal allerdings schon im Oktober statt im November. Der genaue Termin hängt von meiner körperlichen Verfassung und der Verfügbarkeit des Eichmatt-Saales – nur wenige Geh-Minuten ob dem Bahnhof Arth-Goldau – ab. Es wird bis im Sommer auf dieser Vortragsseite angekündigt sein. Bitte halten Sie derweil auch Ihrer Gesundheit Sorge!

Veröffentlicht unter Vergangene öffentliche Vorträge ab 2011, Zur Raumfahrt | Kommentare deaktiviert für Vortrag vom 6. Februar 2025 beim Verein Aktives Alter Adligenswil

Die Chopstick-Landungen aus der Luft liessen die Science Fiction Wirklichkeit werden

Die ganze Welt (ausser vielleicht den 14’000 bei SpaceX auf der StarBase Beschäftigten…) schien bis am 13. Oktober 2024) davon überzeugt zu sein, dass das Risiko eines Misserfolges bei der Chopstick-Landung eines 250 Tonnen schweren StarShips viel zu hoch ist. Sie liessen sich vom Gefühl und vagesten Äusserungen in den Medien leiten, dass man doch unmöglich solche «Jumbos» direkt aus der Luft ergreifen und gleich wieder auf die Startplattform setzen könne! Ähnlich wie 2016, als Elon Musk schon nach wenigen Monaten Erfahrung mit Erststufenlandungen auf Bodenplattformen dazu überging, fortan sogar bevorzugt auf schwankenden Meeresplattformen zu landen. Dies war nämlich gleichzeitig Treibstoff sparender, Nutzlast maximierender und genau so sicher! Bis Ende August 2024 ist dies 341 Mal gelungen und 310 Stufen sind in über 8 Jahren bis zu 23 Mal wieder verwendet worden, was SpaceX gewaltige Einsparungen und jenseitige Rentabilitäts-Steigerungen gebracht hat. Diese hat inzwischen die zunächst ebenfalls mit Spott und Unglauben reagierende Konkurrenz total zur Verzweiflung gebracht, denn sie hat fast alle Aufträge in kurzer Zeit verloren.

Jetzt wiederholt sich ein ähnliches Szenario zunächst einmal mit den StarShip-Erststufen-Boostern (den sog. «Super Heavies»), und das hat uns nun Elon Musk, schneller als sogar von kundigen Optimisten erwartet, demonstriert. Später will das Musk dann auch noch mit den Zweitstufen möglich machen, den StarShips, die ungebremst sogar noch fünfmal schneller als die sogar 10mal leichteren Falcons herunterkommen. Sie treten also mit insgesamt 250mal (10x5x5) mehr Bewegungsenergie in die Atmosphäre ein. Auch dabei ist man heute einen grossen Schritt näher zu 100-prozentiger Wiederverwendung gekommen. Solche Zweitstufenlandungen von Orbitalraketen galten bisher sogar grundsätzlich als unmöglich. Elon Musk fühlt sich aber von Unmöglichem angezogen, weil man dann von Anfang an konkurrenzlos ist! Und er hatte auch die nötigen Ideen dazu: baue die ganze Rakete aus Stahl statt Aluminiumlegierungen, dann kann man die Erststufe sogar ganz ohne Vorbremsung in die Erdatmosphäre eintreten lassen, ohne dass sie schmilzt oder verglüht. Dort wird sie dann rein passiv auf die ziemlich gleiche Geschwindigkeit (rund 5500 km/h) abgebremst wie die viel kleineren und bereits routinemässig fliegenden Falcon-9-Raketen, die bis zu diesem Punkt Vorbremsung benötigen. Selbst jene konnten übrigens auch nach 9 Jahren noch von niemandem kopiert werden!

Obwohl beim viel schnelleren StarShip weitere Triebwerksbremsungen nötig sind, hat Elon Musk schon früh die Idee gehabt, sich am Schluss bei beiden Stufen nicht auf wacklige Landebeine zu verlassen, sondern etwas noch viel exotischeres. Stählerne Arme (die sog. Chopsticks) greifen dem 70 m hohen Booster unter die massiven Gridfin-Spoiler bzw. dem 50 m hohen StarShip (wie chinesische Ess-Stäbchen…) unter die vorderen «Flügelchen» und bremsen die bis dahin von den Triebwerken auf wenige Meter pro Sekunde reduzierte Geschwindigkeit mit den weiterhin brennenden Triebwerken ganz auf Null ab. So stellt man sie zum Schluss auf die Startplattform ab – dort, wo man abgeflogen ist und bald wieder starten wird! Eine perfektere Lösung gibt es nicht – und nur damit ist Elon Musk jeweils zufrieden. Es braucht keine massiven Landebeine mehr und auch dies kommt der Nutzlast zu gut!

Wenn eine ungenaue Anfluggeschwindigkeit bis dahin keine sichere Landung verspricht, dann stellt man dies schon viele Minuten früher fest und lenkt den Booster und später auch das StarShip, draussen – unweit des Start- und Landeplatzes – ins Meer (zunächst den Golf von Mexiko) hinaus, ohne den Startturm und die Startplattform zu gefährden. Dies war nun auch bei der StarShip-Boosterstufe schon beim allerersten Versuch nicht einmal nötig! Ganz ähnlich, wie die Navigation schon bisher bei den Falcon-9-Erststufenlandungen, wenn auch noch auf Landebeinen. Dies hat bis jetzt über 300mal funktioniert! Jeder Neugierige konnte das auf Webcams im Internet live mitverfolgen, auch wenn es oft bei Nacht und Nebel stattfindet. Weil sich aber die Wenigsten diese Mühe nehmen, hatten Musk und vielleicht weltweit einige Millionen Kundige solche Erfahrungen den allermeisten Laien – und den Medien – voraus. Jene reagieren erfahrungsgemäss vor jedem neuen technischen Wunder mit der hochmütigen Skepsis von Technophoben und reichen jenen falschen Eindruck, falls sie dazu privilegiert sind, dem Medienkonsumenten weiter.

Veröffentlicht unter Zum Weltgeschehen, Zur Raumfahrt | Kommentare deaktiviert für Die Chopstick-Landungen aus der Luft liessen die Science Fiction Wirklichkeit werden

Die „Zahlenfilme“ in den Apollosendungen 1969-72 auf SFR

Bei Apollo waren es noch klassische 16-mm-Trick-Filme aus etwa einer gefilmten Zahlentafel pro 5 oder 6 pro Sekunden, die mir mein damaliger Verleger Hallwag in Bern gerne druckte. Mit einer Cutterin schnitt ich die 16mm-Schnipsel dann zum ganzen „Zahlenfilm“ zusammen. Die Kunst bestand darin, dass diese von der Regie zur richtigen Sekunde wie der Start der Saturn 5 oder die LEM-Landung oder der Rückstart vom Mond gestartet wurde und in die Livesendung als Bildfenster in das TV-Bild gezaubert wurde. Mehr als einmal war der Operateur nicht parat und ich gab via Regisseur während der Livereportage in letzter Sekunde Zeichen, um die Show zu retten…. Manchmal war der Film so genau, dass der Originalton z.B. „2500 foot“ lautete und mein Film 750 m Höhe zeigte! Ich war sehr stolz auf diese exklusiven Zahlenfilme, die ich den Zuschauern vorgängig grob erklärte und die uns auch im Ausland viele Freunde mit Respekt generierten. Die Daten interpolierte ich etwa ab Mitte 1990er auf den PCs sogar im Sekundentakt und publizierte sie alle auf den CD- und DVD-Lexika. Dort laufen sie heute noch und es wäre keine Kunst, sie zu finden, wenn man sie in einen PC mit Laufwerk steckt oder den Content auf den Harddisk kopiert, aber die Leute schauen heute lieber Krimis. Damals wussten noch 1-12 Mio. Zuschauer, dass in CH/D/A weitere Menschen an der Glotze hingen, was es natürlich interessanter machte als heute am PC.

Aus meiner Antwort auf einen einstigen Zuschauer…

Veröffentlicht unter Zur Raumfahrt | Kommentare deaktiviert für Die „Zahlenfilme“ in den Apollosendungen 1969-72 auf SFR

Goldauer Herbstvortrag am 8. November 2024

Das Datum ist festgelegt, der Eichmatt-Saal ist reserviert, und meine derzeit stabile Gesundheit hält im 81. Lebensjahr vor allem geistig noch ganz gut an, und viele Zuhörer haben sich schon wieder angemeldet. Dies, obwohl man sich gar nicht anmelden muss, weil der Saal manchmal sogar für die halbe Gemeinde reicht… Ich freue mich auf jeden Besucher, mit dem man sich über die Erfolge von Elon Musk gemeinsam freuen kann. Ich kenne sowieso meistens jeden zweiten Gast persönlich und lerne gerne neue Interessenten am Thema kennen! Auf kurze Distanz kann ich sogar mit meinem Gehör Fragen beantworten, so weit Zeit und Kraft reichen.

An dieser Stelle erhalten Sie im Laufe des Jahres weitere Informationen, worüber berichtet werden kann. Es geht ganz sicher um die weiteren Testflüge des StarShip, denn die ersten vier haben 2023 und 2024 bereits gezeigt, dass die Riesenrakete die bei jedem Flug ergründeten Schwachpunkte ausmerzt und ein grosses Stück weiter und präziser fliegt. So hatte Elon Musk auch die zehnmal kleinere Falcon-9-Rakete bis zu grösstmöglicher Zuverlässigkeit entwickelt.

Alle Beobachter sind natürlich gespannt, wie viele der rund 5000 Tonnen schweren StarShips SpaceX bis zum Vortrag am 8. November starten kann, wie viele den Orbit erreichen und welche bereits Nutzlasten bis 100 oder gar 150 Tonnen lancieren konnten. Elon Musk will damit so schnell wie möglich und rascher als mit der bisherigen, noch fast 10mal leichteren, Falcon-9-Rakete das Starlink-Satellitensystem ausbauen, mit dem man bereits jetzt testhalber direkt vom Handy aus den nächsten der bereits mehr als 7000 Starlink-Satelliten erreichen kann. Ein solcher verbindet sich bereits per Laser zum Satelliten über dem Adressaten auf einem anderen Kontinent, der diesen wiederum kontaktiert! Damit werden alle Störmöglichkeiten umgangen, und damit auch jede Zensur ausgeschaltet! StarLink wird monatlich leistungsfähiger und mit bereits Millionen von Abonnenten ein Milliardengeschäft für SpaceX. Die neuesten Zahlen dürften bis im Herbst bereits wieder bekannt sein und zeigen, wie weit Elon Musk seinem Ziel näher gekommen ist, die in den kommenden Jahren geplanten Mond- und Marsflüge rein privatwirtschaftlich finanzieren zu können.

Hier ein praktisches Beispiel, wie einfach es ist StarLink anzuschliessen, wenn man das Equipment via Amazon bekommen und die Schachtel ausgepackt hat.

Im letzten Jahr fanden 2 Teststarts statt, deren zweiter bereits näher an einen Erdorbit heranreichte, und 2024 hofft Elon Musk auf mindestens 5, fragte aber für bis zu 9, und dies in immer kürzeren Abständen. Dies hängt ab von der Geschwindigkeit, mit der die Zuverlässigkeit der voll wiederverwendbaren StarShips gesteigert werden kann, aber auch, wie oft das Luftamt Startlizenzen erteilt. Bereits 2024 sollte ein interessantes Jahr werden, aber das nachweisbar korrupte Luftamt FFA versucht mit Unterstützung der Regierung, um SpaceX mit allen Mitteln aufzuhalten, nur weil es dem neuen Leader so extrem gut läuft. SpaceX ist nach anfänglicher Skepsis der früheren Leader zur grossen Konkurrenz für die Verlierer geworden. 2024 wurde plötzlich nur wenige Tage vor dem 13. Oktober die Startlizenz für den 5. Flug erteilt, der zu einem vollen Erfolg wurde und eine grosses Thema im Vortrag ist.

Ich bin nicht der Einzige, der diese Zukunft zumindest mit unbemannten Testflügen zum Mond und Mars noch erleben möchte… Zu solchen ist Elon Musk nämlich bald parat, sobald das StarShip die Erdumlaufbahn routinemässig erreicht und dort zumindest teilweise Nachtankung möglich wird. Bereits 2025/6 könnte das ohne Treibstoff rund 100 Tonnen schwere Starship theoretisch erstmals unbemannt auf dem Mond landen und beim nächsten Starfenster auf Mars.

Der Erststufen-Booster wiegt leer 200-250 Tonnen und alles zusammen betankt jetzt schon 5000 Tonnen. Langfristiges Ziel ist für Elon Musk der Mars, sofern er 2028 bereits „darf“. Im Vortrag kann ich vielleicht schon deutlicher werden. Ich besorge mir fast täglich das neueste Bildmaterial, mit dem sich die komplexe Materie didaktisch optimal darstellen lässt.

Hier der traditionelle Poster:

Der bekannte Modellbauer Rudolf Mohr aus Kollbrunn zeigt in Goldau auch 2024 wieder seine aktuellsten Modelle und trägt, wie jedes Mal, zur Ambiance im Saal bei!

Der bewährte Ort im ungefähren Zentrum der Schweiz und die Zeit bleiben wie bei den Referaten der letzten Jahre gleich.
Zeit: Freitag, den 8. November 2024 um 20 Uhr, wie immer mit Saalöffnung ab 19 Uhr.
Ort: Pfarreizentrum Eichmatt in 6410 Goldau SZ, Rigistrasse ob dem Rigibahnhof. Parkplatz gleich davor oder gegenüber der Gotthardstrasse auf dem Parkplatz der Kirche. Wenige Minuten zu Fuss ob dem SBB-Bahnhof Arth-Goldau.
Mit 20-30 Minuten Pause ca. 21 Uhr für (Kräfte schonende 🙂 ) Kontakte und Getränkeservice mit ein paar offerierten Süssigkeiten.
Keine Anmeldung nötig, Saal gross genug, Abendkasse.

Rückblick zum Herbstvortrag:

Auch dieses Jahr ein grosser Aufmarsch von vielen Freunden und Freundinnen aus nah und fern, darunter seltenerweise einmal beide Söhne und erstmals die Enkelinnen, die nun den „Goldauer Herbstvotrag“ des Grossvaters noch länger in Erinnerung behalten können! Die Stimmung unter den Raumfahrtinteressierten war diesmal besonders gut, weil der US-Präsidentenwechsel erwarten lässt, dass das äusserst erfolgreiche, privatwirtschaftlich finanzierte Raumfahrtprogramm der Firma SpaceX für einige Jahre ungehindert weitergehen kann. Es war jetzt durch Neider in staatlichen Behörden vier Jahre lang in einem für die moderne Zeit unvorstellbaren Ausmass den Interessen des Landes zuwiderlaufend behindert worden. Bereits steht fest, dass die Vorbereitung von neuen Flügen – wie in den Pionierjahren – jetzt zügig voangehen kann.

Viele Besucher äusserten die Frage, ob nun die 25jährige Tradition der Herbstvorträge in der Region mit unzähligen treuen Besuchern weitergehen kann. Ich feiere am Tag nach dem Vortrag meinem 81. Geburtstag und sehe die Kraft von Jahr zu Jahr etwas schwinden, was den Zuhörern zum Glück noch nicht aufgefallen ist. Vielleicht findet sich eine Idee, wie man im Internet die Substanz des jährlichen „Update“ weiterverbreiten kann, ohne sich mit einem de facto mehrstündigen Event zu übertun. Auch der am Abend viel zu wenig gewürdigte Aussteller der Raumfahrtmodelle, Rudolf Mohr, wird sich vielleicht die Frage stellen, ob ihm das 2025 nochmals gelingt.

Dem Wunsch vieler jährlicher Besucher würde es durchaus entsprechen, die Ambiance des Anlasses in eine Zeit mit leider immer aufwendigerer Technik zu retten und bei einem Treffen die technischen Fortschritte in der Raumfahrt zu feiern und sich gegenseitig auszutauschen. Kommt Zeit, kommt Rat und vielleicht auch eine neue Idee! Hier wird von künftigen Plänen zu allererst zu lesen sein.

RigiPost Rezension

Quartierzeitung Lehenmatt Basel

Veröffentlicht unter Vergangene öffentliche Vorträge ab 2011, Zur Raumfahrt | 1 Kommentar

Weltraumberichterstattung, ein Evergreen

Die Unzufriedenheit eines gründlich fernsehenden Zuschauers mit einer nach seinem Urteil dilettantischen Erinnerungssendung an die erste Mondlandung Apollo 11 in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969 hat mich kürzlich wieder einmal dazu verleitet, einiges klarzustellen. Ich hatte das historische Ereignis nämlich als Kommentator im Schweizer Fernsehen im besten Alter von 25 Jahren gründlich vorbereitet als ETH-Doktorand mit heute unbeschreiblichem Publikumserfolg über die Bühne gebracht.
Mein Mail an den total enttäuschten Zuschauer habe ich dann weiterverarbeitet zu dieser Webseite auf meiner Homepage für alle, die es genau wissen wollen.

Zu meiner frühen Fernsehzeit ab 1968 war noch vieles von Zufällen geprägt, denn das Schweizer Fernsehen war erst 15 Jahre alt. Apollo 8 bis 11 wurde noch von verschiedenen Regisseuren geleitet und von diversen Moderatoren geführt. Erst Walter Klapper (1932-2015) wurde ab Apollo 12 (November 1969) nach Streit zwischen Regisseur Kuhn und dem damaligen TV-Wissenschaftsdirektor Dr. Eduard Stäuble bei Apollo 11 in der berühmten „Mondnacht“ während Jahren zum immer erfahreneren Apollo-Regisseur. Walter Klapper war auch interessiert am Thema, und hatte dank Verständnis für das Showbusiness in aller Welt gesehen, welche Chancen beim Publikum in diesen Mondflügen steckten. Wir ergänzten uns auch mit gegenseitigen Inspirationen, wie die Sendungen mit mir im Studio optimal gestaltet werden konnten. Er war der unermüdliche Schaffer, der zusammen mit mir immer wusste, wie Archivmaterial korrekt eingebaut werden musste oder was man nach dem Abschluss einer Mondmission löschen konnte und was sich zur Aufzeichnung lohnte. Seine Vorgänger hatten dabei noch massiv gesündigt, wenn nicht gerade der frühe Zustand der TV-Technik schuld war, dass etwas verloren ging. Dabei ist zu beachten, dass eine stündige Sendung ein Ampex-Band von der Grösse eines Emmentaler-Käselaibs 4000 Franken kostete und man sich jedes Mal überlegen musste, was sich zu archivieren lohnte. Für die meist wissenschafts-unkundigen und daher oft technik-feindlichen „Poeten“ war das immer nur Sport, Unterhaltung und Krimis.

Erst ab etwa Apollo 14 (1971) war ich bei diesen Entscheiden immer mehr einbezogen und Klapper und ich schlugen zumindest vor, was aufgezeichnet werden sollte. Bis dahin gab es nur (von Zuschauern aufgenommenes) Audio, bestenfalls Super-8 oder dann 16mm-Film ab Bildschirm, was sich aber nur wohlhabende Zuschauer leisten konnten. Von Zuschauern kamen dann ganz seltene Trouvaillen aus der frühen TV-Zeit gelegentlich zurück zu mir und wurden von dort ab etwa dem Jahr 2000 von Videobändern in diversen Formaten einheitlich digitalisiert, zusammen mit isolierten 16mm-Sequenzen aus dem Studio oder TV-Archiv als Beta-Max oder gar Ampex-2-Zoll-Profi-Bändern. Immer ganz abenteuerlich auf dem buchstäblichen Latrinenweg zusammen mit Klapper! Einerseits wussten oft nur Walter und ich, was wo war oder wie dies in moderne Formate überspielt werden konnte.

Andere hatten, ausser vielleicht bei der Tagesschau, überhaupt kein Interesse, Archivmaterial zum Thema Mond zu erhalten oder gar bei Wiederholungen auszustrahlen. So kam es allerdings auch, dass bei wichtigen Jubiläen nur die vordersten Bänder in den Schubladen zum x-ten Mal „gefunden“ wurden, und das war nur immer Apollo 11 schwarzweiss oder musste sogar erneut angefordert werden von Eurovision oder NASA. Farbige NASA-16mm-Filme direkt vom Mond (konnten naturgemäss nie live sein, waren aber das Beste, was es überhaupt gab) waren fast ausnahmslos nur in meinen Sendungen oder später meinen CD/DVD-Lexika zu sehen. Farbige Live-TV-Sendungen aus dem Studio gab es (weil es bei Apollo 13 nicht zur Landung kam) erst ab Apollo 14, 15, 16 und 17 (Dezember 1972), aber das bekamen Zuschauer über Jahre fast nur ausführlicher zu sehen, wenn ich das Material für meine eigenen Sendungen hervorholte. Also z.B. in den beliebten Zusammenfassungen jeweils eine Woche nach jeder Mission, die von Apollo 14, 15 und 17 auf einem Band erhalten blieben, dessen Nummer ich wie meinen Augapfel hütete. Einzig die Original-Zusammenfassung von Apollo 16, die nach einem heissen und allseits erschöpfenden Arbeitstag gelöscht wurde, weil man noch gar nicht wusste, dass es mit Apollo 17 plötzlich die allerletzte Mondmission sein würde, die man dann freilich als erhaltenswert betrachtete. So stand es mir z.B. für die ZDF/ORF/SRG-Eurovisions-Sendung beim 10jährigen Apollo-11-Jubiläum 1979 zur Verfügung. Bei dieser war dann bereits der Schweizer Astronautenkandidat Claude Nicollier als Gast dabei! Diese Sendung brachte uns und mir viele Freunde und Millionen von Zuschauern auch in Osteuropa, die das Material vom Mond z.T. noch gar nie gesehen hatten!

Heute weiss auf Fernsehredaktionen überhaupt kaum mehr jemand Bescheid, und man kommt sich als Zuschauer oder erst recht als einstiger Moderautor oder Kommentator völlig blöd vor, wenn man alles noch genau weiss und nicht wie junge Redaktoren nie wusste, nie verstand – oder vergessen hatte. Auch nicht, dass alles ganz besonders erhaltenswerte auch auf meinen DVD-Lexika in 90% Studioqualität zu finden war – und nur ganz wenig komprimiert, so, wie es ältere Zuschauer in Erinnerung hatten!

Charles Raedersdorf als bewährter Moderator war von Apollo 11 an bis zur letzten Mission 17 dabei, dann bei Skylab 1-4 und Apollo-Sojus bis 1975. Mit diesem gut harmonierenden Trio wurden das die erfolgreichsten Weltraum-Livesendungen, die auch gegenüber der deutschsprachigen Konkurrenz aus dem Ausland bestehen konnte. Später gab es mit mir noch das 16-teilige Neues aus dem Weltraum (1975/76) zusammen mit Assistentin Regula, jeweils 25 Minuten ab 19 Uhr bis zur Werbung vor der Tagesschau. Später wieder Space Shuttle (solo Moderation und Kommentar!) 1981-1986 und viermal aus den USA mit Astronaut Nicollier 1992-1999, meist mit Peter Lippuner (MTW) oder dann auf dem Privatfernsehen – oder dem europ. Kanal 3SAT mit der Sendung „Berg und Geist“. Zuschauer sahen mich nochmals als ersten Gast (mit meinen jungen Söhnen…) im 3. Jahrtausend bei der Milleniumssendung am 31.12.1999 nach Mitternacht…

Bei «50 Jahre Apollo 11» hatte mich Eva Wannenmacher im Juli 2009 nochmals auf den Bildschirm geholt und dann auch noch Dani von Wattenwyl, vielleicht zum letzten Mal überhaupt, 2012 auf Tele Basel – beides ganz erfreulich erinnerungswürdig!

Wer über alle Jahre noch umfassendere Weltraumberichterstattung suchte, kam beim Goldauer Herbstvortrag ab etwa 2002 auf seine Rechnung, und das zumindest bis 2024:
http://stanek.ch/wordpress/vortrageupcoming/2023/11/goldauer-herbstvortrag-am-8-november-2024/
Als Print in der Weltwoche, DIE OSTSCHWEIZ, und v.a. im Aviatikermagazin COCKPIT 2004-2022, St.Galler Tagblatt, den Berner Zeitungen u.v.m.
Es war nicht immer so leicht, frei von der Leber weg – wie in den frühen Jahren – sprechen zu dürfen, mal auch positiv über die Russische Raumfahrt oder dann in den letzten Jahren auch mal negativ über NASA, aber es hat sich bald über 60 Jahre gelohnt, seiner Linie und der Bewunderung der Elite von Raumfahrtpionieren von Wernher von Braun, Sergei Koroljow bis zu Elon Musk treu zu bleiben. Oder auch Dilettantismus beim Namen zu nennen…

Nicht erst in dieser Zusammenfassung – schon früher ist das Drama über die Schweizer „TV-Kultur“ Thema auf meiner Homepage erst auf Anregung von treuen Zuschauern Thema geworden:
http://stanek.ch/wordpress/weltgeschesen/2017/08/eine-zuschauerfrage-ab-wann-wurde-in-der-schweiz-tv-farbig-gesendet/
Ihnen allen erschien es noch viel bedauerlicher, wenn es immer wieder nur totale Unkenntnis war, welche dafür sorgte, dass wirklich Weltraum-interessierten Zeitgenossen das nachweisbar faszinierendste Thema nur verfälscht nähergebracht wurde.

Veröffentlicht unter Bevorstehende öffentliche Vorträge, Zum Weltgeschehen, Zur Raumfahrt | Kommentare deaktiviert für Weltraumberichterstattung, ein Evergreen