Kommentar zur Vorstellung der NASA-Pläne für bemannte Flüge am 3.8.2018 in Houston

Der US-Kongress hatte eines Tages genug von den Kostenüberschreitungen bei den bemannten Programmen der NASA. Sie wurden zwar an die Russen delegiert, kosteten dann aber nicht weniger. Tüchtige Unternehmer beobachteten, wie die Hoflieferanten der NASA weiterhin für Programme kassierten, die nie fertig wurden. So entstand die Firma SpaceX, die Satelliten bald 3-5mal billiger lancieren konnte. Boeing bekam 4.2 Mia. und SpaceX 2.6 Mia. Dollar «Starthilfe». Boeing hatte diese offenbar viel nötiger, denn dort fiel man bei der Entwicklung der bemannten Kapsel trotz Bevorteilung immer mehr in Rückstand, während SpaceX inländischen und ausländischen Organisationen bereits Milliarden-Einsparungen ermöglichte. Trotzdem musste ausgerechnet SpaceX ständig mit dem unfairen Vorwurf leben, ausgerechnet sie seien nur dank Staatsgeldern so gut geworden! Es ist genau umgekehrt!! Die Behauptung der Unzuverlässigkeit von SpaceX fiel im Juli 2018 völlig in sich zusammen, als die Boeing-Kapsel Starliner einen Test nicht bestand und nach einem zuvor künstlich geschaffenen Vorsprung «beim Papierkrieg» einen Rückstand von einem halben Jahr erlitt. Am 3. August 2018 liess sich die Stunde der Wahrheit bei der von NASA mit allen publizistischen Mitteln aufgezogenen Präsentation nochmals hinauszögern. Beide Firmen sowie 9 Astronauten und Astronautinnen wurden zwar vorgestellt, aber es blieb vieles unklar für alle, die nicht aus Gesichtern lesen konnten. So blieb zunächst Spielraum für weitere willkürliche Entscheide.
Siehe auch Blogtest vom 4. August 2018.

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