{"id":538,"date":"2003-08-30T19:00:53","date_gmt":"2003-08-30T18:00:53","guid":{"rendered":"http:\/\/stanek.ch\/wordpress\/?p=538"},"modified":"2010-12-02T19:04:36","modified_gmt":"2010-12-02T18:04:36","slug":"interview-zur-swiss-air-force-competition-30-8-2003","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/stanek.ch\/wordpress\/weltgeschehen\/2003\/08\/interview-zur-swiss-air-force-competition-30-8-2003\/","title":{"rendered":"Interview zur &#8222;Swiss Air Force Competition&#8220; 30.8.2003"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00abAls Kind faszinierten mich die Sterne\u00bb<\/strong><br \/>\n<em>Interview in der Tageszeitung zur &#8222;Swiss Air Force Competition&#8220; in Emmen<br \/>\nGr\u00f6sste Flugshow der Schweiz.<\/em><br \/>\n<em>Fragen: Anton A. Oetterli<\/em><\/p>\n<p>Bruno Stanek, grossen Bekanntheitsgrad haben sie sich erworben, als sie von 1968 bis in die j\u00fcngere Zeit am Schweizer Fernsehen \u00fcber alle wichtigen Weltraumexpeditionen berichteten. Wurde Ihnen das Interesse an der Raumfahrt schon in die Wiege gelegt?<\/p>\n<p>Vielleicht, mein Bruder hat ja auch als Astrophysiker promoviert. Meine Faszination begann schon als Kind mit dem Sternenhimmel und als Vierzehnj\u00e4hriger mit dem Raumfahrtzeitalter, dann via Mathematik und Himmelsmechanik.<\/p>\n<p>Sie kennen praktisch alle Raumfahrtzentren der USA. Haben Sie nie Lust versp\u00fcrt, selbst eine Raumfahrt anzutreten?<\/p>\n<p>Ich w\u00e4hlte die umgekehrte Reihenfolge: erst Hals- und Beinbruch und ein Jahr im Spital, dann noch gr\u00f6sseres Raumfahrtinteresse&#8230; Spass beiseite &#8211; so blieb ich jedenfalls bei meinen geistigen Reisen von Frustration verschont. Es w\u00fcrde mich ehrlich interessieren, welche Antwort Wernher von Braun heute auf Ihre Frage geben w\u00fcrde!<\/p>\n<p>Satelliten in Erdumlaufbahnen bringen einen kommerziellen oder wissenschaftlichen Nutzen? Doch warum soll der Mensch die Oberfl\u00e4che des Mars erkunden, wenn es doch auf der Erde noch so viele Probleme zu l\u00f6sen gibt?<\/p>\n<p>Gerade weil der Mensch seit 1957 ins All vorgestossen ist, haben wir pl\u00f6tzlich auch auf der Erde so rasche Fortschritte gemacht, bemerkte schon damals Winston Churchill! Ein zweiter Planet ist ausserdem die beste Lebensversicherung. Mein Raumfahrtlexikon auf DVD enth\u00e4lt ein weltweit einmaliges Stichwort &#8222;Nutzen der Raumfahrt&#8220;, mit dem sich schon einige Sch\u00fcler bei Vortr\u00e4gen eine Sechs geholt haben. Dort steht auch, dass jeder in die Raumfahrt investierte Dollar (oder Euro) das Bruttosozialprodukt des betreffenden Landes um durchschnittlich vier W\u00e4hrungseinheiten vermehrt hat. Die momentane Stagnation bei der bemannten Raumfahrt hat ihren Grund in der Sackgasse, in die Russlands &#8222;Raumstations-Fixation&#8220; nach dem verlorenen Rennen zum Mond und der Verzicht auf nukleare Antriebe hineingef\u00fchrt haben. Die NASA hat das Problem erkannt und erste Weichenstellungen get\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Bestimmt haben Sie bei Ihrer T\u00e4tigkeit viele interessante Menschen kennen gelernt. Welches war Ihre eindr\u00fccklichste Begegnung?<\/p>\n<p>Mit Wernher von Braun, 1971 im Luzerner Verkehrshaus. Er konnte im Sekundenabstand &#8222;Kilovoltfragen&#8220; und &#8222;Millivoltfragen&#8220; mit gleichem Sachverstand, Weitblick und gleicher H\u00f6flichkeit beantworten, und seine Aussagen hatten immer die l\u00e4ngste Halbwertszeit. Nat\u00fcrlich stehe ich auch vielen der rund 80 Astronauten und Kosmonauten, die ich schon pers\u00f6nlich kennenlernen durfte, mit grosser Bewunderung gegen\u00fcber. Ihr Beruf hat \u00e4usserst vielseitige und abgerundete Pers\u00f6nlichkeiten geschaffen &#8211; man erlebt das z.B. auch bei jeder Begegnung mit Claude Nicollier.<\/p>\n<p>Das Weltall ist unermesslich gross. Glauben Sie, dass irgendwo Leben anzutreffen ist?<\/p>\n<p>Glauben schon, aber je l\u00e4nger ich mich mit der Frage auseinandersetze und je mehr Fakten auf dem Tisch liegen, desto mehr neige ich zum &#8222;Verdacht&#8220;, dass wir trotz dem immensen, aber vielerorts lebensfeindlichen Universum und einer Kaskade weiterer Gr\u00fcnde durchaus auch allein sein k\u00f6nnten. Das w\u00e4re genau so spannend: alles geh\u00f6rte dann uns! Ihre Frage ist offen, aber in den n\u00e4chsten Jahrzehnten werden wir einer Antwort sehr viel n\u00e4her kommen. Schon heute enth\u00e4lt mein Planetenlexikon auf DVD viele Stichw\u00f6rter zu genau diesem Thema.<\/p>\n<p>Bruno Stanek<\/p>\n<p>wurde 1943 in Rorschach geboren. Nach dem Mathematikstudium an der ETH arbeitete er als Assistent am Institut f\u00fcr Angewandte Mathematik und promovierte 1971 zum Dr. sc. math. Schon fr\u00fch ver\u00f6ffentlichte er B\u00fccher zur Raumfahrt, hielt unz\u00e4hlige Vortr\u00e4ge und dozierte zwei Jahre an der HTL Brugg \u00fcber Mathematik, Physik und EDV. Ab 1980 wurde er definitiv selbst\u00e4ndig und produzierte Software f\u00fcr die \u00c4rzteadministration und pflegte weiterhin Datenbanken und Simulatoren zur Unterst\u00fctzung der publizistischen T\u00e4tigkeit auf dem Gebiet von Astronomie und Raumfahrt auf. F\u00fcr ihn das Fundament seiner heutigen multimedialen Publikationen. Seit 1997 gibt er im eigenen Verlag auf CD\/DVD-ROM ein Raumfahrt- und ein Planetenlexikon heraus. Viele weitere Angaben dazu sind im Internet unter www.Stanek.ch zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abAls Kind faszinierten mich die Sterne\u00bb Interview in der Tageszeitung zur &#8222;Swiss Air Force Competition&#8220; in Emmen Gr\u00f6sste Flugshow der Schweiz. Fragen: Anton A. 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