{"id":534,"date":"2010-08-10T18:41:38","date_gmt":"2010-08-10T17:41:38","guid":{"rendered":"http:\/\/stanek.ch\/wordpress\/?p=534"},"modified":"2010-12-02T18:43:47","modified_gmt":"2010-12-02T17:43:47","slug":"bote-der-urschweiz-forum-herbst-2010","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/stanek.ch\/wordpress\/weltgeschehen\/2010\/08\/bote-der-urschweiz-forum-herbst-2010\/","title":{"rendered":"Bote der Urschweiz &#8211; Forum Herbst 2010"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hinterher ist immer alles ganz anders<\/strong><\/p>\n<p>Soeben erfuhr ich am Schweizer Radio Pikantes: die ganze Verbetonierung unseres Landes geht gar nicht auf Kosten der Waldfl\u00e4che, sondern des landwirtschaftlichen Bodens! Dieses Faktum stimmte immerhin \u00fcberein mit der von Geografen die ganze Zeit dokumentierten Tatsache, dass unser Wald seit 100 Jahren langsam, aber ohne Ausnahme kontinuierlich gewachsen ist. Dies stimmt auch sehr gut \u00fcberein mit Fotos seit der Zeit der vorletzten Jahrhundertwende, die damals manche Landschaft v\u00f6llig kahl zeigten und nicht so sch\u00f6n von dichtem Wald bedeckt wie heute. Salonf\u00e4hige Behauptungen aus den 1980er Jahren, wonach j\u00e4hrlich 30% des Waldes sterben w\u00fcrden, muss man heute dagegen einfach vergessen.<\/p>\n<p>Aus kompetentem Munde erfuhr man noch Genaueres: pro Sekunde w\u00fcrden 1.3 m\u00b2\u00a0 Schweizer Boden der Landwirtschaft verloren gehen und verbaut. Hier fing ich nun zu rechnen an, denn Zahlen, von denen man wenig h\u00f6rt, sind meistens richtig. Die genannten Ver\u00e4nderungen gehen ausserdem mit Hand\u00e4nderungen einher und werden somit kalkulierbar. Offenbar verkaufen Landwirte pro Sekunde f\u00fcr 300 Franken (sehr grob gesch\u00e4tzter Betrag, wer es genau weiss, m\u00f6ge vortreten) Bauland an Immobilienfirmen, Bauunternehmen, Spekulanten oder den Staat. In den 30 Mio. Sekunden eines Jahres ergibt dies die sch\u00f6ne runde Summe von 10 Milliarden Franken.<\/p>\n<p>Ausserordentliche Resultate erfordern ausserordentliche Evidenz, also versucht man die Zahl auf eine zweite Art zu berechnen. In einer Gemeinde mit 7000 Einwohnern, also einem Tausendstel der Schweiz, gibt vielleicht j\u00e4hrlich ein Bauer den Hof auf und verkauft gut 3 ha (30&#8217;000 m\u00b2) Land. Auch das ergibt rund 10 Mia. Franken pro Jahr, welche Bauernfamilien fortan f\u00fcr andere Ausgaben zur Verf\u00fcgung stehen.\u00a0 Im Extremfall f\u00fcr den Lebensunterhalt, Ferien inklusive, f\u00fcr den Rest des Lebens. Kein Wunder, hat unser Land den weltweiten Konjunktureinbruch so gut \u00fcberstanden.<\/p>\n<p>Solche Zahlen sind zwar nur noch ein Schatten des einstigen Sonderfalles Schweiz, \u00fcber den sich \u00d6konomen in aller Welt schon seit Jahrzehnten den Kopf zerbrochen haben. Wirtschaftwunder gab es nicht nur bei unserer Landwirtschaft. Auch bei der nationalen Airline und den Banken waren Dinge m\u00f6glich, welche weniger gut gefettete Staaten weder ertr\u00e4umen noch kopieren konnten. Inzwischen n\u00e4hern auch wir uns immer noch dem Normalfall, und das Ausland hilft kr\u00e4ftig mit. Viel von unserem Nimbus ist verloren gegangen, seit Andere gemerkt haben, dass auch wir nur mit Wasser gekocht und uns sogar schw\u00e4chere Manager und Politiker geleistet haben. Nun werden wir auf dieser Welt gleich von mehreren Seiten her verdaut.<\/p>\n<p>Seit Jahren studiere ich nebenbei die Mechanismen, wie sich Staaten, Firmen und Individuen in Katastrophen hineinjubeln, obwohl Maturanden zur Bef\u00e4higung f\u00fcr solche Meisterleistungen in sp\u00e4teren Jahren m\u00f6glichst rasch alles wieder vergessen m\u00fcssen, was sie als Kleines Einmaleins z. B. der Physik gelernt haben. Der Bedarf an Irrt\u00fcmern, um all die tristen Wahrheiten nicht mehr zur Kenntnis nehmen zu m\u00fcssen, ist einfach zu gross. Da k\u00e4mpft nicht nur unsere Regierung bis in die Gegenwart an CO2-Abgaben, die auf l\u00e4ngst entkr\u00e4fteten Vorstellungen dieses \u00abTreibhausgases\u00bb beruhen \u2013 ganz einfach, weil diese Vehikel der Lenkungsmassnahmen von der Politik noch gebraucht werden. Ein weltweit bekannter Ingenieur und Flugzeugbauer war sich k\u00fcrzlich nicht zu schade, diese Eiterbeule aufzustechen. Er konnte dem ganzen Wahnsinn einer weltweiten Pseudopanik nach der anderen einfach nicht mehr l\u00e4nger zusehen. Dabei lieferte er gleich die Hintergrundinformationen hinzu, welche erkl\u00e4ren, warum falsche Vorstellungen in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden erfunden und wieder entsorgt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dieser mutige Mann ist Burt Rutan, der schon vor 40 Jahren in den heissen S\u00fcdweststaaten der USA die ersten Solarh\u00e4user und elektrischen Solarautos gebaut, 1986 ein Weltumrundungs-Flugzeug in einem Exemplar in vier Tagen eigenh\u00e4ndig nonstop mit einer Kopilotin um die Erde geflogen hat und dann 2004 als Erster den Preis gewann, der von Ansari f\u00fcr den ersten privaten Raketenflug \u00fcber 100 km H\u00f6he hinaus ausgesetzt worden war. Jeder Ingenieur weiss, dass solche Leistungen, wenn sie weitgehend im Alleingang von einem Individuum erbracht werden, nicht zuf\u00e4llig sind. Es braucht wirklich einen K\u00f6nner, der Wissen aus den verschiedensten Gebieten mitbringt und den Beweis daf\u00fcr ohne mogeln und sogar angesichts von starker Konkurrenz ohne wenn und aber mit grossem Einsatz geliefert hat.<\/p>\n<p>Ihm stand es also zu, deutlich darauf hinzuweisen, dass alle die falschen Paniken der letzten Jahrzehnte von rein akademischen Wissenschaftlern in die Welt gesetzt worden waren, und nie von Ingenieuren! Nur Jene w\u00fcrden f\u00fcr Fehlprognosen auf der Stelle bestraft, und zwar von sichtbarem Misserfolg, der sie oft sogar das Leben kosten kann. Wenn dagegen ein Theoretiker nach Jahren feststellt, dass seine Theorie \u00fcber das Ozonloch oder einfache Zusammenh\u00e4nge zwischen CO2-Gehalt der Atmosph\u00e4re und deren mittlerer Temperatur v\u00f6llig falsch waren (wie geschehen), dann geht er als grosser Warner der Menschheit in die Geschichte ein und beh\u00e4lt seine Professur. Dabei spielt es keine Rolle, ob der infolge Fehlprognose angerichtete volkswirtschaftliche Schaden bei einem Ingenieur zu einer Milliardenklage mit vielen unbeteiligten Nutzniessern gef\u00fchrt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Auf 86 Seiten geht Rutan bis ins Detail auf die Widerspr\u00fcche der Alarmisten des Klimawandels (bis vor kurzem hiess das noch Klimaerw\u00e4rmung) ein und entkr\u00e4ftet sie mit grosser Sorgfalt. Mancher gut ausgebildete Geophysiker, Meteorologe oder Naturwissenschaftler h\u00e4tte das auch tun k\u00f6nnen \u2013 und eigentlich m\u00fcssen, aber den meisten fehlte der \u00dcberblick, die Arbeitskraft, der Mut oder alles zusammen. Die Lekt\u00fcre sei Jedem, der es genauer wissen will, sei das PDF-Dokument w\u00e4rmstens empfohlen:<\/p>\n<p>http:\/\/rps3.com\/Pages\/Burt_Rutan_on_Climate_Change.htm<\/p>\n<p>Das Fazit: \u00abDer Alarmist, ob Wissenschaftler, Journalist oder Politiker, verkriecht sich zusammen mit Gleichgesinnten in eine Echokammer, attackiert jeden Ank\u00f6mmling mit anderer Meinung, nimmt sich aber nicht die Zeit, die seiner Theorie zu Grunde liegenden Daten genau anzuschauen oder sogar Betrug innerhalb seiner eigenen Kreise aufzudecken.\u00bb\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Burt Rutan, 2009<\/p>\n<p>Die Gesellschaft zahlt endlich den Preis f\u00fcr ihre salonf\u00e4hig gemachte naturwissenschaftlich-technische Unkenntnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinterher ist immer alles ganz anders Soeben erfuhr ich am Schweizer Radio Pikantes: die ganze Verbetonierung unseres Landes geht gar nicht auf Kosten der Waldfl\u00e4che, sondern des landwirtschaftlichen Bodens! 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