{"id":485,"date":"2005-03-12T16:25:41","date_gmt":"2005-03-12T15:25:41","guid":{"rendered":"http:\/\/stanek.ch\/wordpress\/?p=485"},"modified":"2010-12-02T16:27:47","modified_gmt":"2010-12-02T15:27:47","slug":"kolumne-im-bote-der-urschweiz-am-12-marz-2005","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/stanek.ch\/wordpress\/weltgeschehen\/2005\/03\/kolumne-im-bote-der-urschweiz-am-12-marz-2005\/","title":{"rendered":"Kolumne im Bote der Urschweiz am 12. M\u00e4rz 2005"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00abWie Erfolgreiche den Erfolg planen\u00bb<br \/>\nim Bote der Urschweiz vom 12.3.2005<\/strong><\/p>\n<p>Vor vielen Jahren durfte ich einmal f\u00fcr eine damalige Z\u00fcrcher Wochenzeitung das Erstlingswerk von ex-Migros-Boss Arnold rezensieren. Niemand wollte das n\u00e4mlich machen. Dank sei f\u00fcr die Gelegenheit, denn ich erinnere mich an bleibend Gescheites, das ich dort gelesen habe. Pierre Arnold wurde als bew\u00e4hrter Manager beratend in kranke Unternehmen berufen. Aus dieser Erfahrung heraus gab er u.a. ein Geheimrezept preis: 90% der Probleme in Firmen h\u00e4tten ihre Ursache in der gegenseitigen Behinderung von Managern, die eigentlich am gleichen Strick ziehen sollten. Sei dieses von aussen leicht erkennbare \u00dcbel erst einmal an der Wurzel behoben, dann seien die restlichen 10% der Sanierungsaufgabe meistens so einfach gewesen, dass es ihn gar nicht mehr gebraucht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Primaballerinen stossen sich manchmal von der B\u00fchne, k\u00f6nnte man noch etwas k\u00fcrzer sagen. Als Selbst\u00e4ndiger habe ich zum Gl\u00fcck selten unter solchen Behinderungen leiden m\u00fcssen. Eher die brutal zur Logik zwingende mathematische Ausbildung war es, welche einem als anspruchslos zeitungslesenden Beobachter immer wieder nach Ursachen suchen liess, wenn von erfolglosen oder herausstechend erfolgreichen Firmen und Organisationen die Rede war. Beg\u00fcnstigt bei der Analyse wird man freilich dann, wenn man ein grosses oder kleines Rad aus einer solchen Firma bei irgendeiner mehr oder weniger festlichen Gelegenheit kennengelernt hat. Mit auffallender Regelm\u00e4ssigkeit erinnert man sich selbst nach Jahrzehnten wieder an Namen ber\u00fchmter Langweiler, welche im Zusammenhang mit Firmenpleiten genannt werden, oder dann kommt es genau umgekehrt. Scheinbar unbedeutende Schaffer, an die man sich nur noch wegen einem hoch interessanten Gespr\u00e4ch ganz unten am Vorstandstisch erinnert, tauchen pl\u00f6tzlich als historisch bedeutsame Firmengr\u00fcnder wieder auf.<\/p>\n<p>Als Mikrounternehmer, der seine eigene Telefonistin, Sekret\u00e4rin usw. sein muss, darf es nur kostendeckende Administration und kurze Informationswege geben. Das Motto &#8222;30 Jahre harte Arbeit an 6 Tagen pro Woche&#8220;, das als Gemeinsamkeit fast aller Selfmade-Million\u00e4re in einer Studie eruiert worden ist, unterschreibt man selbst dann sofort, wenn es einem selbst an 7 Tagen nicht unbedingt geholfen hat. Sogar die Maxime &#8222;Jung anfangen: wer&#8217;s mit 30 nicht geschafft hat, wird sp\u00e4ter vielleicht sogar selber M\u00fche haben, sich von der eigenen Durchschlagskraft zu \u00fcberzeugen\u201c hat man auch meist als zutreffend erkannt. Pl\u00f6tzlich beobachtet man all das, was einem im kleinen bei der eigenen Arbeit von Computerprogrammierung, Investitionen bis zu Marketing begegnet ist, auch im grossen bei Sportclubs, Fluggesellschaften und sogar Weltraumorganisationen, deren Erfolge und Misserfolge weltweit sichtbarer werden. Ich kam schon einige Male dazu, derlei Zusammenh\u00e4nge unter dem Titel &#8222;Irdische Erfahrungen aus ausserirdischen Abenteuern&#8220; in Vortr\u00e4gen weiter zu reichen. Das Kleine Einmaleins ist n\u00e4mlich universell und gar nicht so kompliziert. Erst die Komplexit\u00e4ten, welche aus dessen Missachtung entstehen, sind hinterher oft unl\u00f6sbar.<\/p>\n<p>Die NASA erkannte das Prinzip \u201eSchneller, besser, billiger \u2013 w\u00e4hlen Sie nie mehr als zwei davon\u201c als wichtigsten Katastrophenverhinderer. Im pers\u00f6nlichen Bereich w\u00fcrde ich noch folgende Erfahrung beif\u00fcgen: \u201eH\u00f6ren sie grunds\u00e4tzlich nicht darauf, was Andere sagen, sondern \u00fcberlegen vielmehr, warum sie das sagen. Sofern niedertr\u00e4chtige Gr\u00fcnde oder kollektive Gedankenlosigkeit dahinter stehen, dann sind sie eher best\u00e4rkt als gehemmt in ihrem Entschluss, den richtigen Weg zu gehen\u201c. Ob als Sportler, Music-Star oder B\u00fcrgermeister von London. Auch in 50 Jahren wird niemand l\u00e4ngere Zeit mehr ausgeben k\u00f6nnen als er hat, oder ohne Leistung Erfolg haben. Wirtschaftskriminelle jeglicher Couleur oder monopolistischer Protektion werden sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter selber ausbremsen. Der Energiesatz l\u00e4sst sich nicht umgehen, und wer ihn immer ber\u00fccksichtigt, lebt eigentlich nach dem uralten Erfolgsprinzip, wonach das Handwerk einen goldenen Boden hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abWie Erfolgreiche den Erfolg planen\u00bb im Bote der Urschweiz vom 12.3.2005 Vor vielen Jahren durfte ich einmal f\u00fcr eine damalige Z\u00fcrcher Wochenzeitung das Erstlingswerk von ex-Migros-Boss Arnold rezensieren. Niemand wollte das n\u00e4mlich machen. 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