{"id":16663,"date":"2024-06-22T20:29:35","date_gmt":"2024-06-22T19:29:35","guid":{"rendered":"http:\/\/stanek.ch\/wordpress\/?p=16663"},"modified":"2024-06-22T20:36:32","modified_gmt":"2024-06-22T19:36:32","slug":"braucht-es-noch-einen-eisigen-hochsommer-um-die-klimaaktivisten-aufwachen-zu-lassen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/stanek.ch\/wordpress\/weltgeschehen\/2024\/06\/braucht-es-noch-einen-eisigen-hochsommer-um-die-klimaaktivisten-aufwachen-zu-lassen\/","title":{"rendered":"Braucht es noch einen eisigeren Hochsommer, um die Klimaaktivisten aufwachen zu lassen?"},"content":{"rendered":"<p>Ein Freund in S\u00fcdafrika berichtet, sie h\u00e4tten einen selten so regnerisch kalten Hochwinter auf der anderen Erdhalbkugel. Zuf\u00e4llig wie am k\u00fcrzesten Tag im &#8222;Hochsommer&#8220; in der Schweiz und mit der gleichen Temperatur, konnte ich zur\u00fcckmelden!<\/p>\n<p>Der Klimawandel ist offenbar ein Mythos, der unseren Wohlstand gef\u00e4hrdet. Das sagten hochrangige Wissenschaftler auch an einer Konferenz in Wien. Stefan Millius direkt aus M\u00f6dling bei Wien.<\/p>\n<p>So muss es aussehen, wenn Greta Thunberg einen Albtraum hat, der sie noch lange verfolgen wird. \u00dcber 140 Menschen sitzen im Saal. Auf der B\u00fchne folgt ein Redner dem anderen. Sie zeigen Grafiken, blenden Zitate ein. Die Botschaft ist klar: Den menschengemachten Klimawandel gibt es nicht. Die gesamte Klimapolitik beruht auf einer L\u00fcge. Die Erz\u00e4hlung von der drohenden Apokalypse dient einem Milliardengesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>M\u00f6dling, eine Stadt vor den Toren von Wien. Das Europ\u00e4ische Institut f\u00fcr Klima und Energie, kurz Eike, hat hier zum 16. Mal zur \u00abInternationalen Energie- und Klimakonferenz\u00bb eingeladen. Bei Eike ist man \u00fcberzeugt, dass die Klimakrise naturwissenschaftlich nicht nachweisbar sei, ein \u00abSchwindel gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung\u00bb. Zwei Tage lang will man das in Wort und Bild nachweisen. Es ist das Gegenprogramm zum nicht abreissenden Strom von Hiobsbotschaften rund um eine Erdkugel, die zu vergl\u00fchen drohe.<\/p>\n<p>Rede und Gegenrede: Das war einst der Kern von Wissenschaft. Heute m\u00fcssen sich die Stimmen des Zweifels aber schon fast versteckt erheben. Austragungsort der Veranstaltung ist ein unauff\u00e4lliges Geb\u00e4ude am Ende mehrerer Nebenstrassen. Erst kurz vor Beginn haben die Organisatoren die genaue Adresse publiziert. Zu viel Transparenz ist nicht angezeigt, wenn man den Klimawandel bestreitet.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr umso mehr Vorsicht. \u00abEs ist vielleicht ein kleiner Overkill\u00bb, sagt der Mann am Eingang l\u00e4chelnd, auf dessen T-Shirt \u00abSecurity\u00bb steht. Gemeinsam mit zwei andern gleicht er akribisch eine Liste ab mit den Namen der Eintreffenden. Das Klimathema weckt Emotionen, die ausser Kontrolle geraten k\u00f6nnen. Aber niemand klebt sich vor die Eingangst\u00fcr, und vor dem Geb\u00e4ude werden keine Transparente geschwenkt. Eine Aktivistin hat sich dem Vernehmen nach in die Konferenz eingeschlichen, bleibt aber unauff\u00e4llig.<\/p>\n<p>Die Zweifler sind unter sich. Sie k\u00f6nnen in Ruhe einen Kontrapunkt setzen zu denjenigen, die verk\u00fcnden, dass es eine einzige Wahrheit rund ums Klima gibt, die es zu akzeptieren gilt. Im Saal kommt diese einzige Wahrheit nun gleich zwei Tage lang unter die R\u00e4der.<\/p>\n<p>Die Erz\u00e4hlung der globalen Erw\u00e4rmung diene einem \u00abmassiven Umverteilungsplan\u00bb, sagt beispielsweise Craig Rucker, Mitgr\u00fcnder und Direktor des Committee for a Constructive Tomorrow. Erstmals hat er das vor \u00fcber zehn Jahren \u00f6ffentlich festgehalten als Reaktion auf die Uno-Aktivit\u00e4ten gegen den Klimawandel. Seither hat er mehrere Dokumentarfilme zum Thema publiziert.<\/p>\n<p>Ruckers Einsch\u00e4tzung ist hier Programm. Einige der rund zwanzig Referenten an den beiden Konferenztagen sprechen \u00fcber politische und wirtschaftliche Auswirkungen des Kampfs gegen den Klimawandel. Andere konzentrieren sich auf wissenschaftliche Aspekte. Was sie eint, ist die Ablehnung dessen, was laut den meisten Medien gem\u00e4ss 99 Prozent der Wissenschaftler Tatsache sein soll. Diese Zahl ist die Trumpfkarte derer, die vom menschengemachten Klimawandel sprechen.<\/p>\n<p>Doch bei den Konferenzrednern sticht diese Karte nicht. Die Titel der Referate klingen zwar teils reisserisch. Da ist die Rede von \u00abKlimapropaganda\u00bb und vom \u00abEnergiewende-Narrenschiff\u00bb. Aber unterlegt sind sie mit Zahlen und Fakten. St\u00fcck um St\u00fcck wird die g\u00e4ngige Darstellung systematisch hinterfragt. Der Versuch, die globale Erw\u00e4rmung bis auf die Stelle hinter dem Komma vorauszusagen? Ziemlich verr\u00fcckt. Erneuerbare Energien? Die reduzieren den CO2-Ausstoss nicht, sondern tun das Gegenteil. Der Klimawandel ist einfach Tatsache, wie die EU verk\u00fcndet? Eine Plattit\u00fcde ohne Beleg.<\/p>\n<p><strong>Pl\u00f6tzlich \u00abumstritten\u00bb<br \/>\n<\/strong><br \/>\nIn der Lesart der meisten Medien sind Konferenzen dieser Art eine Ansammlung von Verschw\u00f6rungstheoretikern. Nur dass weder die Redner noch das Publikum verwirrt oder gar ungebildet wirken. Die Anzahl der Universit\u00e4tstitel ist hoch, zahlreiche der Beteiligten publizieren seit vielen Jahren zum Thema.<\/p>\n<p>Neuer, zumindest in diesem Gesch\u00e4ft, ist der schillerndste Gast der Konferenz. Er w\u00fcrde wohl die Hauptrolle spielen im Albtraum von Greta Thunberg. John Clauser ist 81 Jahre alt und wurde vor zwei Jahren mit dem Nobelpreis f\u00fcr Physik ausgezeichnet. Danach konnte er sich zun\u00e4chst kaum retten vor Einladungen an Kongresse und Fachsymposien. Er reiste gut honoriert durch die Welt. Bis er begann, \u00fcber den Klimawandel zu sprechen.<\/p>\n<p>Inzwischen kommt Clauser auch f\u00fcr weniger Geld, sofern es sein Anliegen betrifft. In der Kaffeepause und beim Mittagessen f\u00e4llt sein Name immer wieder. \u00abDer hat den Nobelpreis, was wollen sie noch mehr, um zu merken, dass sie falschliegen?\u00bb, sagt ein Besucher zwischen zwei Bissen zu seinem Tischnachbarn. Aber einmal erworbene Meriten k\u00f6nnen schnell verblassen. John Clauser, der einstige Star der Forschung, ist das popul\u00e4rste Beispiel daf\u00fcr, was geschieht, wenn man aus der Reihe tanzt. Man wird \u00fcber Nacht \u00abumstritten\u00bb, und vergangene Leistungen sind pl\u00f6tzlich vergessen.<\/p>\n<p>Der Nobelpreistr\u00e4ger ist zum Feindbild der Klimafront geworden, weil er seinen Bekanntheitsgrad f\u00fcr das einsetzt, was nicht mehr erlaubt ist. Er nennt die Behauptung eines Klimawandels \u00abeine gef\u00e4hrliche Korruption der Wissenschaft\u00bb. Sie bedrohe den Wohlstand der Menschheit. Eine echte Klimakrise gebe es nicht, aber eine Energiekrise, vorangetrieben durch die Hysterie. Als Schlusspunkt des ersten Tages begr\u00fcndet er das in seinem Vortrag mit der These, nach der nicht die Treibhausgase das Klima steuern, sondern ein Wolkenthermostat.<\/p>\n<p>Hier an der Peripherie des Bundeslands Nieder\u00f6sterreich h\u00f6rt man ihm gebannt zu und spendet langen Applaus. Ausserhalb dieses Konferenzsaals wird Clauser als einer abgetan, der vom rechten Weg abgekommen ist. Ihm wird zur Last gelegt, er habe zwar den Nobelpreis f\u00fcr Physik erhalten, aber nie etwas Nennenswertes zum Klima publiziert.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber sprechen sie jetzt am langen Tisch mit Kaffee, Orangensaft und Kuchen. \u00abZiemlich dreist, einen Nobelpreistr\u00e4ger ohne jedes Gegenargument kleinzumachen\u00bb, sagt Markus, ein Ingenieur aus der N\u00e4he von Wien, w\u00e4hrend er sich die Tasse f\u00fcllt. Er geh\u00f6re nicht zum \u00abharten Kern\u00bb der Klimadebatte. Aber er sei ergebnisoffen und wolle das ganze Bild haben, \u00abund ich bezweifle, dass ich das in den Zeitungen bekomme\u00bb. Er freue sich auf die wissenschaftlichen Referate am Samstag. Was dort gesagt werde, k\u00f6nne er \u00fcberpr\u00fcfen. \u00abDann weiss ich, was stimmt und was nicht.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Steigende Resonanz<\/strong><\/p>\n<p>Im Saal hat kurz zuvor James Taylor gesagt, was aus seiner Sicht stimmt und was nicht. \u00abWas Klimaalarmisten Ihnen verheimlichen\u00bb, so der Titel seines Referats. Taylor, Pr\u00e4sident der amerikanischen Denkfabrik The Heartland Institute, zeigt die Verflechtungen unter den Treibern des Klima-Narrativs. Er zeichnet das Bild einer politischen Elite, der es nicht um die Verhinderung einer globalen Erw\u00e4rmung geht, sondern um Machterhalt und Profit.<\/p>\n<p>\u00abSie tappen in die Falle, die sie sich selbst gestellt haben\u00bb, sagt Thuss in gelassenem Tonfall.<br \/>\nAuf ihn folgen unter anderem ein Astrophysiker, Universit\u00e4tsprofessoren aus Neapel, von Princeton, aus Budapest. \u00abWir waren noch nie so hochgradig besetzt wie dieses Mal\u00bb, sagt Holger Thuss, Gr\u00fcnder und Pr\u00e4sident von Eike. Man habe einmal mehr Fehleinsch\u00e4tzungen des IPCC, der Uno-Organisation zum Klimawandel, aufzeigen k\u00f6nnen. Nun bleibe die Hoffnung, dass das Fr\u00fcchte trage. Anzeichen daf\u00fcr gebe es. \u00abDie Zahl der alternativen Medien nimmt zu, die Resonanz auf unsere Arbeit ebenso.\u00bb<\/p>\n<p>Der Weg d\u00fcrfte dennoch ein langer bleiben. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) sprach von einem \u00abWho is who der internationalen Klimawandel-Leugnerszene\u00bb \u2013 noch bevor die Konferenz \u00fcberhaupt stattgefunden hatte und ohne auf die Inhalte einzugehen. Es sei kein Treffen unabh\u00e4ngiger Wissenschaftler, sondern eine \u00abLobby-Veranstaltung von Klimaschutz-Gegnern\u00bb.<\/p>\n<p>Holger Thuss bringen solche Medienberichte nicht mehr auf die Palme. \u00abSie tappen in die Falle, die sie sich selbst gestellt haben\u00bb, sagt er in gelassenem Tonfall. Stets werfe man Eike und anderen Organisatoren vor, keinen Hintergrund in der Klimaforschung aufzuweisen. Nun habe man einmal mehr reihenweise hochdekorierte Professoren aufgefahren, aber es klinge noch immer gleich. \u00abWenn wir dann mal zehn Nobelpreistr\u00e4ger sprechen lassen und das immer noch einfach abgetan wird, erst dann bin ich am Ende meines Lateins.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Freund in S\u00fcdafrika berichtet, sie h\u00e4tten einen selten so regnerisch kalten Hochwinter auf der anderen Erdhalbkugel. Zuf\u00e4llig wie am k\u00fcrzesten Tag im &#8222;Hochsommer&#8220; in der Schweiz und mit der gleichen Temperatur, konnte ich zur\u00fcckmelden! 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