Blog ab dem 1. Dezember 2018

13. Dezember 2018: Es gibt zweifellos weniger anspruchsvolle Arbeitsplätze, aber niemand hat die Welt bisher mit einer 40-Stundenwoche verändert.
Originaltext: There are way easier places to work, but nobody ever changed the world on 40 hours a week. ——- Elon Musk

11. Dezember 2018: Die Sicherheits-Wasserlandung nach 31 gelungenen Bergungen einer Falcon-9-Erststufe am 5. Dezember ist inzwischen von mehreren Kameras dokumentiert und in einem synchronisierten Video mit bis zu 4 Fenstern dargestellt. Man zielt zunächst immer einen Punkt im Meer an und lenkt die Stufe erst in den letzten Sekunden näher ans Land. Weil aber alle Plattformlandungen am Ufer funktioniert haben, wussten Beobachter bisher gar nicht, wie das aussieht, wenn einmal im letzten Moment etwas passiert. «Planmässig harmlos» – aber sehenswert.

5. Dezember 2018: Präsident Trump hat bis jetzt alle Versprechen eingehalten, sein Vorgänger kein einziges. Schon vor Jahrzehnten habe ich einmal festgestellt, dass in der Schweiz alle guten US-Präsidenten der jüngeren Geschichte als schlecht und alle schlechten als gut bezeichnet wurden. Sie können dreimal raten, warum, und weshalb sich daran nichts ändert.

4. Dezember 2018: Man hat Elon Musk schon vorgeworfen, er würde seine Marsflugindustrie nur entwickeln, damit die Milliardäre an einen sicheren Ort flüchten können. Dümmer geht’s nicht, und Musk hat das denn auch kurz und bündig entkräftet und die Kritiker lächerlich gemacht: «Der Flug ist selbst für die härtesten Pioniere und Abenteurer eine Strapaze. Am Ziel würde nur harte Arbeit zum Bau einer Marsbasis und das Risiko des Todes auf sie warten. Da könnten es Milliardäre bequemer haben!». Offenbar hat der tägliche Klassenkampf in den Medien dafür gesorgt, dass die Leute nicht mehr von sich selber aus auf das eigentlich trivialste Gegenargument kommen.
Der geplante Dragon-Nachschubflug in die ISS musste wegen dem Express-Ersatz von schimmligen Essenriegeln für die 40 Labormäuse in einem der 64 Cubesats an Bord auf den 5.12. verschoben werden.

3. Dezember 2018: Auf Mars gibt es zwar keine Waldbrände, aber die «Luft» ist auch dort nicht immer rein…
Der 70. Start einer Falcon 9 von SpaceX ging heute Abend um 19:34 MEZ wunderbar von der Rampe in Vandenberg und die Erststufe kam nach dreimaligem Einsatz (nach vielen erfolgreichen Zweifach-Einsätzen eine Erstleistung!) erneut auf einer diesmal weniger als 49 km draussen im Pazifik platzierten Landeplattform herunter! Addendum: Elon Musk berichtete, dass die Nutzlastverkleidungen nochmals im Wasser herunterkamen, aber so nahe beim Bergungsschiff, dass man sie rasch herausfischen konnte und wenn möglich zum ersten Mal wiederverwenden will.
Nach weniger als 24 Stunden soll SpaceX bereits wieder starten, aber diesmal auf SLC-40 in Florida.

2. Dezember 2018: «Houston, we have a problem» bekam Jahrzehnte später eine neue Bedeutung, als 2010 entschieden wurde, dass NASA nicht mehr für den Transport von Astronauten in die Erdumlaufbahn zuständig sein solle, sondern kommerziell organisierte Firmen. Dabei war aber vorgesehen, dass das Johnson Space Center weiterhin das Zentrum für weiterführende bemannte Flüge zu Mond und Mars bleiben würde. Seit diese endlos verzögerten Programme nun technologisch überholt worden sind, wurde der Staat Texas mit einem neuen «Raumfahrtzentrum» von SpaceX in Südtexas und dem Startplatz für Weltraumtourismus-Flüge von BlueOrigin in Van Horn (Westtexas) «entschädigt», was die Bedeutung der 7-Millionen-Metropole Houston weiter reduzierte und nun wirklich ein Problem wurde. Vielleicht war es gar keine so gute Idee von Präsident Johnson vor 50 Jahren, die NASA dort anzusiedeln.

1. Dezember 2018: Die grösste Sammlung von echten Videos von Meteoritenabstürzen der letzten Jahre, viele vom 15. Februar 2013 in Tscheljabinsk (Sibirien).
Eine Liste aller grösseren Meteoritenabstürze 2000-2018.
Wann verordnet der Bund wohl Helmpflicht oder eine Zwangsversicherung für himmlische Malheurs? In einem Neujahrsinterview wurde ich einmal gefragt, wovor ich mich am meisten fürchte? «Staatsbürokratie und Grossmeteoriten». Da hätten wir wieder einmal gleich beides…

30. November 2018: Die NASA ist z.T. selber schuld an der Moon-Hoax-Hypothese, also dem Leugnen der sechs Mondlandungen von 1969-1972, weil sie alle industriellen Spuren des Apollo-Programms mutwillig und aus z.T. politischen Gründen vernichtet hat. So sah es für beschränkte Geister aus, als ob sie etwas zu vertuschen gehabt hätten! Dabei war es nichts anderes als bürokratische Vernachlässigung des einstigen Programmes und politisch vorgetäuschter Sparfimmel, bis vieles vernichtet war, ähnlich, wie einst auch bei vielen historischen Videobändern des Schweizer Fernsehens.

29. November 2018: Der Clou des gestrigen Tages in Vandenberg (Kalifornien) mit einer wetterbedingten, aber dann und von der «Range» (USAF) auch noch angeordneten, Startverschiebung von inzwischen 64 noch funktionierenden Cubesats: Die USAF verbietet beim nächsten GPS-III-Start die Wiederverwendung einer nagelneuen Falcon-9-Erststufe vom Typ Block 5, obwohl sie das nach einem erfolgreichen Start gar nichts mehr angeht! Alle hoffen, dass ihnen das in Rechnung gestellt wird, auch wenn das schliesslich alle via Steuergelder bezahlen müssen.

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